Das Wiedersehen alter Bekannter

ratiopharm ulm eröffnet seine dritte Halbfinal-Teilnahme in Serie am Sonntag um 15 Uhr (live auf Telekom Basketball) mit einem Heimspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg.  

Shortcut Oldenburg also – schon wieder! Ein Jahr, nachdem an Position sieben gesetzte Ulmer die „Donnervögel“ mit 3-1 aus der ersten Runde kegelten, heißt der Playoff-Gegner erneut EWE Baskets. Wer nach der Knochenmühle Ludwigsburg also auf eine etwas sachtere Serie gehofft hatte, der sollte sich schleunigst auf das Gegenteil einstellen. „Oldenburg wird mit Schaum vor dem Mund gegen uns spielen“, so Thorsten Leibenaths Erwartung an die Neuauflage des letztjährigen Viertelfinals. Insgesamt 12 Rotationsspieler, die schon vor einem Jahr auf dem Parkett standen, schnüren auch heute noch die Sneakers für Ulm respektive Oldenburg. „Beide Mannschaften haben viele Spieler aus der letztjährigen Serie dabei, da wird sich keiner etwas schenken“, ist Leibenath überzeugt.

Record Oldenburg, ein Ulmer Lieblingsgegner? Je nach Blickwinkel: Insgesamt ist die Ulmer Bilanz gegen die „Donnervögel“ mit 15-18 negativ. In den letzten zwei Jahren gewann das Leibenath-Team aber sechs seiner acht Duelle mit den Baskets. In der zurückliegenden Hauptrunde entschied der Vizemeister beide Spiele für sich, wobei es beim 88:96-Sieg in Oldenburg einer Verlängerung bedurfte.

Keystats Mit einem Schnitt von 93,8 Punkten – und damit 13 mehr als im Saisonmittel – scort Oldenburg in den Playoffs besser als jedes andere Team. Ein wichtiger Faktor für die offensive Leistungsexplosion: Point Guard Frantz Massenat legt in der Postseason 17 Punkte (8 mehr als in der Hauptrunde) bei einer 56-prozentigen Dreierquote auf. Wenngleich sich der Vergleich einer offensiv (Oldenburg vs. Bayreuth) und einer defensiv geführten Playoff-Serie (Ulm vs. Ludwigsburg) auch in den Statistiken manifestiert, beeindrucken zwei Pfeiler des Ulmer Playoff-Stils: Einerseits die Reboundstärke (37,2 / 30,3), anderseits die Qualität, an die Freiwurflinie zu gelangen. Mehr als die 30,6 Ulmer Freiwürfe (Oldenburg 19,3) können nur die Bayern (33) in den Playoffs verbuchen.

Spotlight Mit Vaughn Duggins, der nach einer Sprunggelenks-OP bis Anfang April fehlte, zieht Oldenburg pünktlich zur heißen Saisonphase einen echten Joker; im Viertelfinale lief der vielleicht beste sechste Mann der Liga mit 10,8 Punkten pro Spiel heiß. Heiß war vor einem Jahr auch Raymar Morgan. Mit 24,3 Punkten und 9,8 Rebounds dominierte Ulms MVP den Zonen-Pogo gegen Oldenburgs 2,11-Meter-Mann Brian Qvale. Wie geht das Matchup der Giganten nun aus? Und wer wird im „Chris“-Duell zwischen Babb und Kramer die Nase vorn haben?

Quotes

Thorsten Leibenath (Head Coach ratiopharm ulm): „Mit Oldenburg erwartet uns ein noch stärkerer Gegner als im Viertelfinale – das belegt schon der Hauptrundenplatz fünf der Baskets. Oldenburg ist sehr ausgeglichen, was es uns vor allem in der Verteidigung schwer machen wird, Prioritäten zu setzen. Da gibt es einen de Zeeuw oder Massenet, die bislang eher unter dem Radar flogen, jetzt aber ihren Punktschnitt fast verdoppelt haben und in den Playoffs die Topscorer sind. Dass beide Teams viele Spieler gehalten haben, die sich im letzten Jahr im Viertelfinale schon einmal begegnet sind, macht die Serie noch spannender. Oldenburg wird Revanche nehmen wollen und wir wollen das verhindern.“ 

Good to know Pünktlich zum Halbfinalstart eröffnet BBU ’01 einen neuen Fanshop im Herzen der Ulmer Innenstadt. Bei Club Partner Sport Klamser können sich Fans ab Samstag (10 Uhr) in der Frauenstraße im über 40 Quadratmeter großen BBU ’01 Shop mit aktuellen Merchandising Artikeln eindecken. Zur offiziellen Eröffnung werden auch die Bundesliga-Profis Tim Ohlbrecht und Da’Sean Butler (11-12 Uhr), sowie Maskottchen SPASS erwartet. Außerdem winken ein 10-prozentiger Eröffnungsrabatt (ausgenommen bereits reduzierte Ware), sowie ein Gewinnspiel mit Tickets für das ausverkaufte Halbfinalspiel am Sonntag.

Fotos Florian Achberger, Alexander Fischer

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